Grundsätzlich gibt es die Erd- und die Feuerbestattung. Für die Beisetzung der Urne stehen mehrere Möglichkeiten zur Verfügung.
Urnenbestattungen außerhalb des Friedhofs
Seebestattung
Eine wasserlösliche Seeurne mit der Asche des Verstorbenen wird im Meer versenkt. Dies ist außerhalb der Dreimeilenzone möglich, z. B. in der Nord- oder Ostsee sowie im Atlantik. Für die Durchführung dieser maritimen Zeremonie sorgt eine Seebestattungsreederei. Die Beisetzung kann begleitet mit Trauerfeier an Bord oder unbegleitet stattfinden. Nach der Seebestattung erhalten die Hinterbliebenen eine Seekarte mit genauen Angaben zum Ort der Beisetzungsstelle. Manche Reedereien bieten regelmäßig stattfindende Gedenkfahrten an.
Diamantbestattung
Ein Diamant ist facettenreich und unvergänglich. Für die Diamantbestattung wird ein kleiner Teil der Kremationsasche verwendet, um daraus einen hochwertigen synthetischen Diamanten zu fertigen. Dieser kann zu einem Schmuckstück weiterverarbeitet werden. Aufgrund der Friedhofspflicht in Deutschland muss der Hauptteil der Asche beigesetzt werden.
Baumbestattung
Dabei wird die Urne an den Wurzeln eines Baumes bestattet. So kann der Baum die Asche über seine Wurzeln aufnehmen und der Verstorbene in den Kreislauf der Natur „übergehen“. Die Unternehmen FriedWald® und RuheForst® haben sich auf Baumbestattungen mit eigenen Waldarealen spezialisiert. Der Friedhof Friedrichsgabe in Norderstedt bietet Urnenbeisetzungen im Baumhain sowie baumbezogene Urnenreihengrabstätten an.
Weitere Naturbestattungen
In unseren Nachbarländern, wie z. B. in den Niederlanden und in der Schweiz, sind weitere Sonderformen für Urnen- bzw. Aschebeisetzungen möglich: die Almwiesenbestattung, die Fluss- und Bergbachbestattung, die Ballonbestattung sowie die Felsbestattung.